2009/03/11

Wissenswertes über Rumänien

In Rumänien läßt sich Geschichte hautnah erleben, seine Traditionen sind noch höchst lebendig und werden liebevoll gepflegt. Zur Bronzezeit 2000 v. Chr. wurden durch die indo-europäischen Thraker im Gebiet des heutigen Rumäniens Metall verarbeitet. Die Geto-Daker folgten 800 v. Chr. Von 700 v. Chr. an beherrschten die Griechen die Schwarzmeer-Küste, bis dann von 29 n. Chr. bis 580 die Römer weite Teile des Landes romanisierten, sich aber zwischenzeitlich mit den freien Dakern befehdeten und dazu noch mit einfallenden Wandervölkern wie Sarmaten, Markomannen, Kostoboken, Goten, Heruler, Bastarnen Hunnen, Gepiden, Awaren, Slawen und Ungarn herumschlagen mussten. In diese Zeit fiel die politische Zweiteilung des Römischen Reichs, bei der das Gebiet Rumäniens an Byzanz fiel.
Im 7. Jh. wurden in der Moldau und der Walachei die ersten Fürstentümer gegründet. Im 15. und 16. Jh. herrschten die Türken über die Moldau, Walachei und Transsilvanien. Die Fürstentümer waren zwar der Hohen Pforte tributpflichtig, wurden aber nicht besetzt.
Anfang des 18. Jh. kamen Siebenbürgen und die Bucovina unter die Herrschaft von Österreich-Ungarn. 1881 wird Karl von Hohenzollern-Sigmaringen als König Carol I gekrönt. Seinem Eingreifen in den russisch-türkischen Krieg verdankt Rumänien seine Unabhängigkeit. Im Ersten Weltkrieg bleibt Rumänien zunächst neutral, kämpft dann aber doch auf Russlands Seite gegen die Achsen-Mächte.
1940 muß Rumänien die nördliche Bucovina und Bessarabien an die UdSSR abtreten, das nördliche und westliche Transsilvanien an Ungarn und die südliche Dobrudscha an Bulgarien. Nach dem Staatsstreich des Generals Antonescu tritt es in den Krieg gegen die UdSSR ein, 1944 besetzen sowjetische Truppen Rumänien, 1945 wird das Land eine Volksdemokratie, vier Jahre später schließt es sich dem Warschauer Pakt an.
Eine gewaltsame Revolution beendet 1989 die fast ein Vierteljahrhundert währende Diktatur Nicolae Ceaucescus. Sozialisten unter Ion Iliescu nehmen die Zügel in die Hand. 1996 gewinnt Emil Constantinescu die Wahlen und 2000 löst dann Iliescu wieder die bürgerliche Koalition ab. Die neue sozialdemokratische Minderheitsregierung ist auf einen marktwirtschaftlichen Reformkurs orientiert. 1991 wird Rumänien Vollmitglied im Europarat, in 2003 NATO-Mitglied und soll 2007 EU-Mitglied werden. 2004 wird Traian Basescu zum Staatspräsident gewählt. 2005 bildet eine bürgerliche Koalitions unter Führung der Demokratischen Allianz die Regierung.

Rumänien - einfach erstaunlich


Einfach erstaunlich - Rumänien. Schauen Sie sich auf den folgenden Seiten Rumänien an. Rumänien hat Ihnen mehr zu bieten als jedes andere Land dieser Erde. Unberührte Natur finden Sie in Rumänien genauso wie Destinationen für Ihren Ski- oder Badeurlaub. Aber schauen Sie Sich Rumänien selber an:
Die schroffen Gipfel der Karpaten liegen direkt neben den unzähligen Tropfsteinhöhlen der Apuseni-Berge, die im Herbst gelb und rot leuchtenden Wälder des Karpatenvorlandes neben den verträumten Bauerndörfern des transsilvanischen Hugellandes. Und auch entlang der Donau reihen sich vom Eisernen Tor weg die Schönheiten der Auwälder bis hin zum weltweit einzigartigen Donaudelta.
Willkommen in Rumänien
dem Land, das viel mehr saubere und ungestörte Natur zu bieten hat als jedes andere Land in Europa.
Oft sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht, und so überlagerte die touristische Entwicklung der von Sonne und Sand verwöhnten Schwarzmeerküste eigentlich viel zu lange den erstaunlich großen, an unterschiedlichsten und einzigartigen Naturschönheiten reichen Rest dieses faszinierenden Landes. Nur wenig nördlich der Hotelanlagen der Schwartzmeerkuste liegt das Donaudelta, mit seinen 5.600 qkm eine ökologische Naturlandschaft in Reinkultur von globaler Bedeutung. Das Labyrinth aus Flussarmen, Seitenarmen, Altwassern, Seen und Schilfbeständen beheimatet über 300 Vogelarten und ist für Krauskopfpelikan, Zwergkormoran und viele andere gefährdete Arten seit jeher der wichtigste Lebensraum überhaupt. Nur wer das nächtliche Konzert der Frösche und Unken und das Gekreische der Ibis-, Reiher- und Kormorankolonien gehört oder den Zug der Gänse im Winterhalbjahr erlebt hat, weiß um die Magie dieses schier endlosen Sumpfgebietes in Rumänien. Und dank der Hausboote, Kanus und solarbetriebenen Kleinboote lässt sich das Delta heute so umweltfreundlich wie man es sich nur wünschen kann erschließen.
Ein ökologischer Schatz von Seltenheit sind auch die weite Teile Rumäniens dominierenden Karpaten. Während die südlichen Karpaten mit den Fagarascher Bergen ein imposantes und felsiges Hochgebirge mit Gipfeln bis über 2.500 m darstellen, sind die West-, Ost- und Nordkarpaten eher Waldberge wie aus dem Bilderbuch. Nirgendwo sonst in West- und Mitteleuropa gibt es noch ein so großes zusammenhängendes Waldgebiet wie in Rumänien. Die unvergleichlichen Karpatenwälder mit ihren erstaunlich glasklaren Mineralquellen sind nicht nur die Heimat von über einem Drittel aller europäischen Wölfe, Bären und Luchse, sie sind auch das letzte Gebiet, das noch ansehnliche echte Urwälder zu bieten hat.
Große Schafherden prägen das lebendige Bild der alpinen Regionen Rumäniens während der Sommermonate, und es gibt kaum mehr ein Land in Europa, in dem die jahrhundertealte Tradition der Schafbewirtschaftung mit den imposanten Herdenschutzhunden und der winterlichen Transhumanz so lebendig ist wie in Rumänien. Diese Form der Schafhaltung bringt auch die artenreichen Heuwiesen mit sich, die noch immer nur mit Hand und Sense gemäht und völlig ohne die geringste Spur von Dünge- und Spritzmitteln bearbeitet werden. Im Mai und Juni zeigen sich diese Wiesen als ein wahrer Ozean von Farben, und das intensiv duftende Heu ist die Grundlage für die schmackhafte Milch und die herzhaften Käsesorten Rumäniens.
Der Königstein (Piatra Craiului) und der Retezat Park sind nur zwei der zur Zeit am weitesten entwickelten Ziele, die der Bezeichnung ''Öko'' eine neue Qualität verleihen. Speziell im Norden des Landes und dem zentralsiebenbürgischen Hügelland Rumäniens finden sich dann noch unzählige Dörfer, die ihre traditionelle Siedlungsstruktur ganz natürlich erhalten haben. Nein, es sind keine künstlich belebten Museen, in diesen Dörfer wird echt wie es echter nicht geht gelebt, gelacht, gefeiert. Deutsch-Weisskirch (Viscri) ist dafür nur ein leuchtendes Beispiel von vielen, wo trotz des Massenexodus der siebenbürgisch-sächsischen Bevölkerung die verbliebenen Bewohner begonnen haben, die alten Traditionen mit den neuen Lebensbedingungen in Einklang zu bringen. Wenn man morgens von krähenden Hähnen geweckt wird, haben die Bewohner schon die Kühe gemolken, und alle größeren Haustiere werden von den Dorfhirten auf die kommunalen Weiden getrieben. Kaum zu glauben im durchorganisierten Europa: Nur wenige der vielen Flüsse Rumäniens sind bisher verbaut, und so bieten sich Boots- oder Floßfahrten entlang von Mures, Cris und Olt und anderen Flüssen an. Mancherorts kann man wieder Biber oder deren Burgen finden oder sich ohne größere Umstände als Goldwäscher versuchen. Rumänien liegt etwa gleich weit vom Nordpol und vom Äquator entfernt.